Bestandsmieten steigen um 1,2 Prozent

F+B Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt GmbH aus Hamburg haben eine neue Auswertung über das Mietspiegelniveau Deutschland vorgelegt. Danach sind die Bestandsmieten im vergangenen Jahr um 1,2 Prozent gestiegen und damit etwas stärker als im Vorjahr mit einem Prozent. Dies ergibt sich aus dem neuen Mietspiegelindex, einer Auswertung aller Mietspiegel in Deutschland, die F+B seit 1996 regelmäßig erstellt und für den in diesem Jahr die Mietspiegel von insgesamt 324 Städten und Gemeinden ausgewertet wurden.

Analysiert werden dafür die sich aus Mietspiegeln ergebenden Nettokaltmieten von Wohnungen mit einer Fläche von 65 Quadratmetern, mittlerer Ausstattung und Lage in Gemeinden mit mindestens 20.000 Einwohnern.

Die teuerste Metropolen sind nach wie vor München, Stuttgart, Köln, Frankfurt und Hamburg. Die Münchner zahlen durchschnittlich 9,74 Euro pro Quadratmeter Nettokaltmiete für ihre Bestandswohnungen und liegen damit 59 % über den 6,13 Euro pro Quadratmeter, die in den Mietspiegelstädten insgesamt im Schnitt gezahlt werden. In Stuttgart liegen die Mieten mit 8,02 Euro pro Quadratmeter um 31 % über dem Bundesdurchschnitt, in Köln und Frankfurt/M mit 7,93 bzw. 7,70 Euro um 29 bzw. 26 %. In Hamburg müssen Mieter durchschnittlich 7,39 Euro, also 21 % mehr für den Quadratmeter Wohnfläche bezahlen.

Vergleichsweise günstig ist das Wohnen in Berlin. In den westlichen Stadtteilen Berlins kosten Bestandswohnungen momentan im Schnitt 5,99, in den östlichen 5,64 Euro pro Quadratmeter. Allerdings gibt hier eine große Mietpreisspanne mit zum Teil sehr teuren Wohnungen in der Innenstadt und günstigeren am Stadtrand. Besonders beliebt sind hier die Altbaubestände der Gründer- und Zwischenkriegsjahre. Im Durchschnitt liegen die Vergleichsmieten für diese Wohnungen um 1,6 bis 2,3 % p. a. über den Werten der Vormietspiegel.

Zwei wesentliche Punkte sind dabei allerdings zu beachten: Zum einen sind die Neuvertragsmieten in der Regel deutlich höher als die in den Mietspiegeln abgebildeten Bestandsmieten. Wer umzieht, muss also noch mehr zahlen. Zum anderen sind die Einkommen der Mieter in München, Stuttgart oder Hamburg auch wesentlich höher als beispielsweise in Berlin. Die Mieter dort können sich also höhere Mieten eher leisten.

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